[Rezension] Nnedi Okorafor: Binti

Mir wurde über NetGalley ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt. Ich danke NetGalley, der Autorin und dem Verlag dafür. Ich liebe Nnedi Okorafors Schreibstil. „Who Fears Death” war so wundervoll geschrieben wie herausfordernd zu lesen, und als weiße und eurozentrisch aufgewachsene Person sollte ich mich einfach auch mal ab und zu (und viel öfter) so durchschütteln und aus meiner privilegierten Ecke rütteln lassen. Mit „Binti“ war es etwas spannend. Im Vorfeld sagten zwei Menschen in meinem Umfeld doch sehr viel Negatives über das Buch. [Weiterlesen]

[Rezension] Nnedi Okorafor: Who Fears Death

[Content Notice für die Rezension: Nennung von Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, Steinigung, Völkermord, Rassismus. Eine Content Notice für das Buch gibt es unten, dabei ergeben sich geringe Spoiler.] Das Leseverhalten von den meisten von uns beschränkt sich auf einen sehr speziellen Kanon. Wir lesen Geschichten über weiße cis Protagonist*innen in monogamen Hetero-Pairings, die irgendwo in Europa oder Nordamerika in von Weißen geprägten Gesellschaften spielen. Frauen dürfen höchstens mal Protagonistin sein, Heldenfiguren bleiben männlich, und alles erklären und alles wissen müssen sie sowieso. [Weiterlesen]

[Rezension] R.A. Prum und S.C. Kreuer: Der Schleier der Welt

Vielen, vielen Dank an die beiden Autor*innen für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr, sehr gefreut und freue mich auch immer noch unglaublich über den Austausch mit euch! „Der Schleier der Welt“ hätte mich wahrscheinlich auch sehr interessiert, wenn ich nur im Laden darüber gestolpert wäre. Werwölfe, eine sarkastische und schlagfertige Privatdetektivin und dazu mal ein kleiner Hintergrund der Protagonistin, die nicht völlig losgelöst in eine magische Welt übersiedeln kann? Es klang von Anfang an super! [Weiterlesen]

[Rezension] Antonia von der Behrens (Hrsg.): Kein Schlusswort – Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk

Der NSU und der Prozess, Teil 3

[Content Notice: Nazis, Rassismus, Polizei, Gerichte] ***** Diese Rezension ist Teil meiner Artikelreihe zum NSU. Alle Artikel dieser Reihe findet ihr unten verlinkt. Der NSU-Prozess hatte einen hohen symbolischen Stellenwert. Zunächst, weil wichtige und große Verbrechen aufgeklärt werden sollten – aber vor allem, weil auch die Versäumnisse der ermittelnden Behörden aufgearbeitet werden sollten. Inzwischen ist der Prozess vorbei und wir wissen, dass genau das nicht passiert ist. Umso wichtiger ist es, die Informationen über die Taten aufzuarbeiten, die für den Prozess zusammengetragen wurden. [Weiterlesen]

[Rezension] Annina Safran: Der Spiegelwächter

Mir wurde über NetGalley ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt. Obwohl mich das Buch nicht überzeugen konnte, danke ich NetGalley, der Autorin und dem Verlag dafür. Ich fand den Klappentext des Buches und die Ästhetik im Cover sehr spannend. Geschichten mit einer anderen Welt kenne ich einige, auch einige mit einer anderen Welt auf einer anderen Seite des Spiegels. Die meisten davon machte eine besondere Eigenschaft dieser anderen Welt aus, die das Buch für mich von den jeweiligen anderen abgehoben hat – oder es haben mich tolle Figuren darüber hinweg getragen, dass ihre Geschichten vielleicht nicht die einfallsreichsten des Jahres waren. [Weiterlesen]

[Rezension] Semiya Şimşek: Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater

Der NSU und der Prozess, Teil 2

[Content Notice: Tod, Mord, Terror, Nazis, Rassismus, Polizei, Suizid, Schusswaffen] Diese Rezension ist Teil meiner Artikelreihe zum NSU. Alle Artikel dieser Reihe findet ihr unten verlinkt. ***** Ich wusste, was mich erwartet. Ich beschäftige mich seit einem Jahr mit dem NSU und seit einem halben Jahr intensiver mit dem Prozess, den Beteiligten und der Aufarbeitung in den Untersuchungsausschüssen. Ich habe hunderte Seiten Bücher, Blogs und Interviews gelesen, ich saß in Untersuchungsausschüssen und ich war am Tag der Urteilsverkündung im Prozess in München. [Weiterlesen]

[Rezension] Anna Weydt: Das steinerne Schloss

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar! Ich hatte in den letzten Wochen die großartige Möglichkeit, mit meinem ersten Rezensionsexemplar zu arbeiten! Schon der Brief mit dem Download-Link war unglaublich schön gestaltet und mit Goodies versehen – alles sah wundervoll aus und hat mich sofort in die Welt der Geschichte hineingezogen. Das alles war so umwerfend, dass die ersten Wochen danach leider erst einmal nur exzessives begeistertes Anstarren des Covers auf meinem Kindle enthielten, bevor ich mich endlich an den Beginn gewagt habe. [Weiterlesen]

[Rezension] Raymond Feist: Der Lehrling des Magiers

Über diese Fantasy-Reihe bin ich erst gestolpert, als sie mir jemand empfohlen und mir dann direkt die ersten beiden Bände geliehen hat. Aber anscheinend ist die Midkemia-Saga auch relativ verbreitet, zumindest meinen Recherchen von Goodreads aus zufolge. Ihr habt keine Ahnung und fragt euch, weshalb ihr diese Fantasy-Reihe über Krieg, Kampf und Magie auch noch lesen solltet? Take a seat. Burgen, Adlige, Armeen und Fürstentümer in einem Königreich – alles schon gesehen. [Weiterlesen]

[Rezension] Rainbow Rowell: Fangirl

Manche Bücher sind irgendwie magisch. Sie holen mich einfach an einem Punkt ab, an dem ich gerade bin oder an dem ich einmal war, und zeigen mir die Momente und Gefühle von wichtigen Erlebnissen noch einmal von außen. „Fangirl“ ist mit dem Handlungsort Uni, der scheuen Protagonistin Cath und ihren Sorgen und dem Pendeln zwischen Welten so ein Buch für mich geworden. Das Buch dreht sich um Cath und Wren – Zwillinge, die lange auch wirklich unverwechselbar waren. [Weiterlesen]

[Rezension] Stephen Chbosky: The Perks of being a Wallflower

[Content Notice für die Rezension: Depressionen, Psychiatrie, Suizidalität] „A modern classic“ nennt der Penguin-Verlag die aktuelle englische Ausgabe, und sie haben Recht damit. Die Verfilmung hat für einen noch breiteren Bekanntheitsgrad gesorgt, doch auch schon davor war das Buch verbreitet. Aus den Bücherregalen der Nerds und Außenseiter wagt es sich allerdings erst langsam hervor – aber ich freue mich darüber. Denn die Geschichte von Charlie wagt sich an die schwierigen Themen, die doch relevant sind für alle, die sich auch nur mit der „grundlegenden“ Unsicherheit auseinandersetzen müssen. [Weiterlesen]