[Rezension] Amina Bile, Sofia Nesrine Srour, Nancy Herz: Schamlos

[Content Notice für die Rezension: Nennung von Islamfeindlichkeit, sexuellen Übergriffen, Vergewaltigung] Ich bin viel zu spät über dieses Buch gestolpert. Vielleicht, weil ich länger nicht in größeren Buchhandlungen war, vielleicht, weil ich mich in den falschen Ecken des Internets bewegt habe. Aber als ich zum ersten Mal von „Schamlos“ gehört habe, war es tatsächlich schon ein paar Wochen erschienen. Drei Muslima erzählen in diesem Buch gemeinsam von ihrem Leben – im Kontext einer oft traditionallen Erziehung und feministischen Einstellung. [Weiterlesen]

[Rezension] Kristen Roupenian: Cat Person

Mir wurde über NetGalley ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt. Obwohl mich das Buch nicht überzeugen konnte, danke ich NetGalley, der Autorin und dem Verlag dafür. [Content Notice: Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe, Victim Blaming, Gewalt gegen Kinder, Misogynie] „Cat Person“ wurde sehr aktiv auf allen Kanälen um mich herum beworben. Ich habe von anderen Menschen, oft auch von Misogynie Betroffenen gehört, dass sie sich auf das Buch freuen würden, es stand groß in Schaufenstern und auf Bücher- und Thementischen in allen Buchhandlungen, in die ich ging, das Feuilleton nahm sich des Buches an (im Nachhinein ein schlechtes Zeichen). [Weiterlesen]

[Review] Higher, further, faster?

Captain Marvel, Teil 1: Spoilerfreies Review

Captain Marvel ist seit einer Woche in den Kinos. Der 21. Film im Marvel Cinematic Universe ist der erste mit einer weiblichen Superheldin in der Titelrolle. Dass das alles viel zu lange gedauert hat, ist eine andere Geschichte, und weiter unten gehe ich auch noch darauf ein, was mir trotz der erfreulich modernen Umsetzung an diesem Film gefehlt hat. Aber: Ich will hier einmal in relativ kurzer Form über diesen Film fangirlen, den ich bisher immerhin dreimal gesehen habe – und euch nebenbei davon überzeugen, dass er sich lohnt. [Weiterlesen]

[Rezension] Serenity Amber Carter: Mapmaker Malique – Iriliquium

Ich hatte im Oktober sehr viel mehr Glück als üblich – und habe ein Buch bei einer dieser wunderbaren Verlosungen über Twitter gewonnen! Ich habe mich sehr gefreut, denn ansonsten hätte es wohl noch etwas gedauert, bis ich mir „Mapmaker Malique: Iriliquium“ gekauft hätte. Auch so bin ich erst 2019 zum Lesen gekommen, aber das Warten war es wert! Der Roman folgt Malique, einem 16-jährigen Kartenmacher nach seiner beendeten Ausbildung auf seiner ersten großen Reise durch die Galaxien. [Weiterlesen]

[Rezension] David Petersen: Mouse Guard

Heute möchte ich eine Comicreihe vorstellen. Vielleicht bin ich nicht ganz unvoreingenommen, da ich in diesem Universum auch eine Weile begeistert Pen&Paper gespielt habe, aber eigentlich ist das ja eher ein gutes Zeichen. Mouse Guard erzählt von einer Zivilisation von Mäusen, die sich innerhalb eines Gebiets verschiedene Städte aufgebaut haben und dort leben, untereinander handeln und dazwischen hin und her reisen. Da das Gebiet besonders für Mäuse recht groß ist und sich nicht in einem einzigen abgeschlossenen Ort befindet, gibt es die Wache, die Mouse Guard. [Weiterlesen]

To the Waverider!

Eine Liebeserklärung an Legends of Tomorrow

Wer mich persönlich kennt, hat mich wahrscheinlich schon mehr als einmal von Legends of Tomorrow schwärmen hören. Egal, ob ihr auch Serien schaut, auch Superheld*innen-Serien schaut oder mich vielleicht nur als lose Bekannte (oder völlig Unbekannte auf einer Party) nach einer Empfehlung fragt: Sit tight, ich werde vermutlich anfangen, eine halbe Stunde monologisierend zu schwärmen. Ja, es ist eine Serie von DC – und Nein, jetzt bitte nicht aufhören zu lesen. [Weiterlesen]

[Rezension] Liv Strömquist: Der Ursprung der Liebe

[Content Notice: Sexuelle Übergriffe, Patriarchat, Antifeminismus] Ich habe dieses Jahr ein wunderbares Geburtstagsgeschenk bekommen, und weil es sehr unbekannt ist, muss ich euch unbedingt davon erzählen. Liv Strömquists „Der Ursprung der Liebe“ ist nichts von dem, was der Titel zunächst denken lässt: Statt bekannte Romantik darzustellen, dekonstruiert das Buch genau dieses Konzept nach allen Regeln und in allen Formen der Kunst. Dabei werden kulturelle Normen und ihre Entstehung und Entwicklung über die Jahrhunderte referenziert, die Beziehungen zwischen und Selbstbilder von Männern und Frauen, und ganz nebenbei wird die seltsame Dualität der Mono-Hetero-Hochzeit erklärt, die von Frauen oft gewollt und von Männern gefürchtet wird, obwohl es Frauen finanziell und emotional innerhalb dieser Ehen meistens schlechter und Männern besser als vorher geht. [Weiterlesen]

[Rezension] Nnedi Okorafor: Binti

Mir wurde über NetGalley ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt. Ich danke NetGalley, der Autorin und dem Verlag dafür. Ich liebe Nnedi Okorafors Schreibstil. „Who Fears Death” war so wundervoll geschrieben wie herausfordernd zu lesen, und als weiße und eurozentrisch aufgewachsene Person sollte ich mich einfach auch mal ab und zu (und viel öfter) so durchschütteln und aus meiner privilegierten Ecke rütteln lassen. Mit „Binti“ war es etwas spannend. Im Vorfeld sagten zwei Menschen in meinem Umfeld doch sehr viel Negatives über das Buch. [Weiterlesen]

[Rezension] Nnedi Okorafor: Who Fears Death

[Content Notice für die Rezension: Nennung von Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, Steinigung, Völkermord, Rassismus. Eine Content Notice für das Buch gibt es unten, dabei ergeben sich geringe Spoiler.] Das Leseverhalten von den meisten von uns beschränkt sich auf einen sehr speziellen Kanon. Wir lesen Geschichten über weiße cis Protagonist*innen in monogamen Hetero-Pairings, die irgendwo in Europa oder Nordamerika in von Weißen geprägten Gesellschaften spielen. Frauen dürfen höchstens mal Protagonistin sein, Heldenfiguren bleiben männlich, und alles erklären und alles wissen müssen sie sowieso. [Weiterlesen]

[Rezension] R.A. Prum und S.C. Kreuer: Der Schleier der Welt

Vielen, vielen Dank an die beiden Autor*innen für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr, sehr gefreut und freue mich auch immer noch unglaublich über den Austausch mit euch! „Der Schleier der Welt“ hätte mich wahrscheinlich auch sehr interessiert, wenn ich nur im Laden darüber gestolpert wäre. Werwölfe, eine sarkastische und schlagfertige Privatdetektivin und dazu mal ein kleiner Hintergrund der Protagonistin, die nicht völlig losgelöst in eine magische Welt übersiedeln kann? Es klang von Anfang an super! [Weiterlesen]